Das Hören von Mozart-Musik kann eine temporäre Leistungssteigerung durch die Steigerung der kognitiven Erregung und die Verbesserung der Stimmung herbeiführen.

Die Tatsache, dass unser Hörorgan so eng mit dem limbischen System verbunden ist, erklärt, warum Musik immer emotionale und gefühlsmässige Reaktionen hervorruft und unseren Hormonhaushalt, das vegetative Nervensystem, den Puls, den Herzschlage etc. beeinflusst. Sie ist auch ein Hinweis dafür, dass Musik Gedächtnisprozesse stimulieren kann. Man geht sogar davon aus, dass das limbische System als eine Art Schaltzentrale fungiert. Es lässt Informationen, die mit starken Emotionen (z.B. ausgelöst durch Musik) einhergehen, passieren, die dann in das Langzeitgedächtnis aufgenommen werden. Somit bildet die Verarbeitung von Musik im subkortikalen Bereich die Grundlage dafür, dass spezifische Reaktionen und Verhaltensweisen ausgelöst werden:
– körperliche Reaktionen, wie die Veränderung des Pulsschlages oder des Hautwiderstandes, Aufmerksamkeitsregulierung
– psychische Reaktionen, wie das Gefühl der Freude, der Traurigkeit . etc.
– kognitive Prozesse (Stimulierung von Gedächtnisprozessen)
– motorisches Verhalten wie Tanzen und Bewegen

Lernen-mit-MusikFür das optimale Lernen müssen alle beteiligten Areale des Gehirns interagieren. Musik spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie trägt dazu bei, dass eine Aktivierung und Kopplung verschiedener Regionen unseres Gehirns von statten geht. Erfolgt die gleichzeitige Präsentation verbaler und musikalischer Stimuli, so wird bei einem Großteil der Menschen die linke Hemisphäre durch die sprachlichen Stimuli und die rechte Hemisphäre durch die Musik aktiviert.

Beziehen wir also (harmonische) Musik in Lernprozesse ein, erzielen wir eine globale Aktivierung kortikaler und subkortikaler Strukturen und können uns Wissen somit besser aneignen, speichern und wieder abrufen.

Die Einbeziehung des Mediums Musik erweist sich als ideale Ergänzung zum kognitiven Lernen. Musik vermittelt sich uns auf ihre besondere, das heißt emotionale Weise; folglich wird sie auch überwiegend durch Stimmungen, Emotionen und Gefühle erfahren. Geeignete Musik kann ästhetische und angenehme Gefühle der Lerner anregen und auf diesem Weg die Lernmotivation erhöhen. Sie regt somit emotionale und motivationale Prozesse an, die dazu führen, dass
– eine anregende und freudvolle Lernatmosphäre aufgebaut wird
– Lernbarrieren in Form von Abwehr und Ängsten abgebaut werden
– eine positive Erwartungshaltung und Lerneinstellung bei den Lernenden erzeugt wird
– Lerninhalte, die möglicherweise als trocken und uninteressant empfunden werden, emotional „aufgeladen“ werden.